Provision vs Fixgebühr Online-Bestellung: Kosten in CHF
Kurzantwort: Bei Provision vs Fixgebühr in der Online-Bestellung entscheidet Ihr monatlicher Onlineumsatz. Bei CHF 5’000 Direktumsatz kostet eine Marktplatz-Provision von 13 % CHF 650, ein Hybridtarif von CHF 79 plus 5 % kostet CHF 329, und eine beispielhafte Fixgebühr von CHF 150 kostet CHF 150. Die Fixgebühr gewinnt bei den Gebühren, sobald der Umsatz den Break-even überschreitet: Fixgebühr minus Tarifgebühr, geteilt durch den Provisionssatz. Provisionsmodelle sind bei tiefem Volumen günstiger und können Reichweite, Logistik oder Werkzeuge enthalten, die eine reine Fixgebühr nicht bietet.
Ein Schweizer Restaurant mit 200 Onlinebestellungen pro Monat zu CHF 45 setzt CHF 9’000 über den Bestellkanal um. Ein Marktplatz mit 28 % Provision behält davon CHF 2’520. Eine Fixgebühr von CHF 150 behält CHF 150. Beide Zahlen stimmen, und keine sagt Ihnen, welches Modell zu Ihrer Küche passt.
Genau das ist das Problem bei Provision vs Fixgebühr in der Online-Bestellung. Die Modelle verrechnen unterschiedliche Dinge, darum führt der Vergleich der Prozentsätze in die Irre. Dieser Leitfaden rechnet dasselbe Restaurant in CHF durch jedes Modell, liefert die Break-even-Formel und beantwortet die Folgefragen, die Betreiber stellen, sobald die erste Zahl überrascht.
Provision vs Fixgebühr Online-Bestellung: Die drei Preismodelle
Die meisten Preise für Online-Bestellung fallen in eine von drei Strukturen. Wer weiss, welche er vor sich hat, vergleicht besser, denn Anbieter benutzen für dieselbe Sache unterschiedliche Begriffe.
| Modell | So zahlen Sie | Übliche Spanne in der Schweiz | Was meist dazugehört |
|---|---|---|---|
| Marktplatz-Provision | Ein Prozentsatz jeder Bestellung, keine Monatsgebühr | 10–15 % mit eigenen Fahrern, 25–30 % mit den Kurieren der Plattform, bei Just Eat | Gäste über die App, optionale Kurierlieferung |
| Fixgebühr | Ein Monatsabo, 0 % Provision auf Bestellungen | Je nach Anbieter sehr verschieden, hier gelten CHF 150 und CHF 300 als Beispiel | Eigene Bestellseite und Gästedaten, keine Reichweite |
| Hybrid | Tiefere Monatsgebühr plus tiefe Provision | SparissimoFood: CHF 49 plus 8 %, CHF 79 plus 5 %, CHF 148 plus 5 % | Eigene Bestellseite, Gästedaten, Werkzeuge, die mit dem Tarif wachsen |
Zwei Hinweise halten den Vergleich fair. Erstens sind die Fixgebühren in diesem Leitfaden Beispiele und keine Angebote eines Anbieters. Prüfen Sie den aktuellen Preis jedes Anbieters, den Sie in die engere Wahl nehmen. Zweitens fällt die Zahlungsabwicklung bei jedem Modell an. Karten- und TWINT-Gebühren gelten pro Transaktion, egal wer die Bestellung entgegennimmt. Sie fehlen deshalb in den Tabellen unten und ändern die Rangfolge nicht.
Marktplatz-Sätze hängen davon ab, wer liefert. Lesen Sie darum zuerst unsere Aufschlüsselung der Just-Eat-Provision in der Schweiz, bevor Sie Ihren eigenen Vertragssatz einsetzen. Dieser Leitfaden rechnet mit 13 % für Bestellungen mit eigenen Fahrern und 28 % für Kurierbestellungen als typische Mittelwerte.
Was eine Bestellung von CHF 45 in jedem Modell kostet
Beginnen Sie mit einer einzelnen Bestellung und rechnen Sie dann hoch. Nehmen wir ein Restaurant mit 200 Bestellungen pro Monat zu CHF 45, also CHF 9’000 Umsatz. Die Monatskosten geteilt durch 200 ergeben die echten Kosten pro Bestellung.
| Modell | Monatskosten bei CHF 9’000 | Kosten pro Bestellung von CHF 45 |
|---|---|---|
| Marktplatz, eigene Fahrer, 13 % | CHF 1’170 | CHF 5.85 |
| Marktplatz, Kurierlieferung, 28 % | CHF 2’520 | CHF 12.60 |
| Hybrid Starter, CHF 49 plus 8 % | CHF 769 | CHF 3.85 |
| Hybrid Business, CHF 79 plus 5 % | CHF 529 | CHF 2.65 |
| Hybrid Professional, CHF 148 plus 5 % | CHF 598 | CHF 2.99 |
| Fixgebühr, beispielhaft CHF 150 | CHF 150 | CHF 0.75 |
| Fixgebühr, beispielhaft CHF 300 | CHF 300 | CHF 1.50 |
Lesen Sie die Tabelle ehrlich. Bei den Gebühren allein ist eine Fixgebühr der günstigste Weg, 200 Bestellungen pro Monat entgegenzunehmen. Der Marktplatz ist pro Bestellung am teuersten, aber er ist das einzige Modell, das Ihnen auch neue Gäste bringt. Die Hybridmodelle liegen dazwischen und sind für Restaurants unter etwa 30 bis 100 Direktbestellungen pro Monat oft die günstigste Wahl, wie der nächste Abschnitt zeigt.
Provision vs Fixgebühr Online-Bestellung bei vier Umsatzstufen
Das Volumen entscheidet. Hier sind die Monatsgebühren bei vier Umsatzstufen mit demselben Durchschnittswert von CHF 45. Die Bestellzahlen sind gerundet.
| Onlineumsatz pro Monat | Marktplatz 13 % | Marktplatz 28 % | Hybrid Starter | Hybrid Business | Fixgebühr CHF 150 | Fixgebühr CHF 300 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| CHF 2’000, rund 44 Bestellungen | CHF 260 | CHF 560 | CHF 209 | CHF 179 | CHF 150 | CHF 300 |
| CHF 5’000, rund 111 Bestellungen | CHF 650 | CHF 1’400 | CHF 449 | CHF 329 | CHF 150 | CHF 300 |
| CHF 9’000, rund 200 Bestellungen | CHF 1’170 | CHF 2’520 | CHF 769 | CHF 529 | CHF 150 | CHF 300 |
| CHF 15’000, rund 333 Bestellungen | CHF 1’950 | CHF 4’200 | CHF 1’249 | CHF 829 | CHF 150 | CHF 300 |
Drei Muster fallen auf.
- Provision wächst mit dem Umsatz, eine Fixgebühr nicht. Jeder zusätzliche Franken Umsatz erhöht die Provisionsrechnung um 5 % bis 28 %. Die Fixgebühr bleibt gleich.
- Bei tiefem Volumen wechselt der günstigste Anbieter. Bei CHF 2’000 Umsatz kostet eine Fixgebühr von CHF 300 mehr als der Business-Tarif mit CHF 179.
- Die Marktplatz-Provision ist auf jeder Stufe am höchsten. Das ist nicht automatisch ein Grund zu gehen. Es ist ein Grund zu wissen, was Sie einkaufen, wie weiter unten beschrieben.
Die Break-even-Formel: Wann schlägt die Fixgebühr die Provision?
Um die Frage Provision vs Fixgebühr bei der Online-Bestellung für Ihr eigenes Restaurant zu klären, müssen Sie nicht die Tabellen lesen. Eine Formel genügt.
Break-even-Umsatz pro Monat = Fixgebühr minus Tarifgebühr, geteilt durch den Provisionssatz
Unter diesem Umsatz ist der Provisionstarif günstiger. Darüber ist die Fixgebühr günstiger. Teilen Sie das Ergebnis durch Ihren durchschnittlichen Bestellwert, erhalten Sie die Bestellungen pro Monat.
| Vergleich | Break-even-Umsatz pro Monat | Break-even-Bestellungen bei CHF 45 |
|---|---|---|
| Fixgebühr CHF 150 vs Starter, CHF 49 plus 8 % | CHF 1’263 | rund 28 |
| Fixgebühr CHF 150 vs Business, CHF 79 plus 5 % | CHF 1’420 | rund 32 |
| Fixgebühr CHF 300 vs Starter, CHF 49 plus 8 % | CHF 3’138 | rund 70 |
| Fixgebühr CHF 300 vs Business, CHF 79 plus 5 % | CHF 4’420 | rund 98 |
Dieselbe Logik gilt gegenüber einem Marktplatz, mit einer Änderung. Setzen Sie die Provisionsdifferenz statt der Fixgebühr ein. Gegenüber einem Marktplatz-Satz von 13 % erreicht der Business-Tarif den Break-even bei CHF 79 geteilt durch 8 Prozentpunkte, also bei rund CHF 988 Umsatz oder 22 Bestellungen pro Monat. Gegenüber 28 % bei Kurierlieferung beträgt die Differenz 23 Punkte, und der Break-even sinkt auf rund 8 Bestellungen.
Beachten Sie, dass der Professional-Tarif bei den Gebühren nie günstiger ist als Business, da beide 5 % verlangen. Wählen Sie Professional wegen der Leistungen, nicht wegen des Preises.
Was der Listenpreis nicht zeigt
Eine Fixgebühr von CHF 150 und eine Hybridgebühr von CHF 79 sind nicht dasselbe Produkt. Prüfen Sie vor dem Vergleich der Summen diese Punkte in jedem Angebot. Unser ausführlicher Leitfaden zu den Kosten der Online-Bestellung in der Schweiz geht auf jeden davon vertieft ein.
Zahlungsabwicklung. Karten- und TWINT-Gebühren fallen bei jedem Modell an. Fragen Sie, ob der Anbieter den Satz des Zahlungsdienstleisters weitergibt oder einen Aufschlag verrechnet.
Vom Gast bezahlte Gebühren. Manche Plattformen mit 0 % Provision finanzieren sich über eine kleine Gebühr an der Kasse. Das Restaurant zahlt keine Provision, aber der Gast sieht einen höheren Betrag. Fragen Sie, was Ihr Gast sieht.
Passung zum Schweizer Zahlungs- und Rechnungswesen. Prüfen Sie, ob die Plattform TWINT unterstützt, in CHF abrechnet und die MWST korrekt behandelt. Ein Anbieter mit Abrechnung in einer anderen Währung erhöht die Fixgebühr um Wechselkosten.
Lieferung und Geräte. Kein Modell liefert Ihr Essen aus. Das erledigen Ihre eigenen Fahrer oder ein Kurierdienst, und ein Tablet oder Drucker für eingehende Bestellungen ist bei den meisten Tarifen ein Zusatzposten.
MWST auf den Gebühren. Fragen Sie, ob jede Gebühr vor oder nach MWST angegeben ist. Die Eidgenössische Steuerverwaltung erklärt, wie die MWST für Ihren Betrieb gilt. Das ändert die Frankenbeträge in Ihrer eigenen Rechnung, nicht die Rangfolge der Modelle.
Vertragsbedingungen und Daten. Prüfen Sie Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist und ob Sie Ihre Gästeliste exportieren können. Eine tiefe Monatsgebühr zählt weniger, wenn Sie den Anbieter nicht mit Ihren Kundendaten verlassen können.
Welches Modell passt zu welchem Restaurant?
Die richtige Antwort auf Provision vs Fixgebühr folgt Ihrer Situation und nicht einer allgemeinen Regel.
Ein Restaurant mit weniger als etwa 30 Direktbestellungen pro Monat. Ein Hybridtarif kostet meist am wenigsten, weil die tiefe Monatsgebühr die Provision auf kleines Volumen aufwiegt. So testen Sie die Direktbestellung auch am risikoärmsten.
Ein etabliertes Restaurant mit 100 oder mehr Direktbestellungen pro Monat. Rechnen Sie die Break-even-Formel durch. Bei diesem Volumen kostet eine Fixgebühr bei den Gebühren oft weniger. Ein Hybridtarif kann trotzdem der bessere Kauf sein, wenn er Werkzeuge enthält, die Sie sonst einzeln bezahlen würden, etwa Auswertungen, eine eigene Domain oder eine Marken-App.
Ein Restaurant, das auf neue Gäste angewiesen ist. Behalten Sie eine Marktplatz-Listung. Die Provision auf eine Bestellung, die Sie sonst nicht erhalten hätten, wirkt wie Akquisekosten. Das Problem beginnt, wenn Stammgäste jede Woche über die App bestellen und Sie 13 % bis 28 % auf Gäste zahlen, die Sie längst kennen.
Ein Betreiber mit mehreren Standorten. Rechnen Sie jeden Standort einzeln. Ein dichter Standort im Stadtzentrum kann den Break-even einer Fixgebühr in einer Woche überschreiten, ein ruhigerer Standort in der Agglomeration vielleicht erst nach Monaten.
Modelle kombinieren: Was Betreiber als Nächstes fragen
Ja, das geht, und die meisten rentablen Schweizer Restaurants tun es. Der Marktplatz bringt Reichweite, und die Direktbestellung sichert die Marge bei Stammgästen. Ein einfacher Ablauf funktioniert:
- Behalten Sie den Marktplatz für neue Gäste. Behandeln Sie die Provision als Marketingausgabe.
- Geben Sie Stammgästen einen direkten Weg. Ein QR-Code auf der Verpackung, der Bestelllink im Google-Unternehmensprofil und ein einmaliger Gutschein auf die erste Direktbestellung. Prüfen Sie zuerst Ihren Partnervertrag. Unser Leitfaden, wie Sie Lieferapp-Gäste zu Direktbestellungen führen, enthält acht Massnahmen für Schweizer Restaurants.
- Rechnen Sie den Break-even jedes Quartal neu. Das Direktvolumen wächst, und der günstigste Tarif kann dabei wechseln.
Wenn Sie Plattformen zusätzlich nach Namen vergleichen, zeigt unser Vergleich von Bestellplattformen mit tiefer Provision, wie sich die Optionen bei TWINT, CHF-Abrechnung und Datenhoheit unterscheiden.
Wie SparissimoFood bei der Wahl des Bestellmodells hilft
Die Break-even-Formel funktioniert nur, wenn Sie Ihr echtes Direktvolumen kennen. Das Manager-Dashboard von SparissimoFood zeigt Direktbestellungen, durchschnittlichen Bestellwert und wiederkehrende Gäste in Echtzeit. So sehen Sie den Monat, in dem Sie einen Break-even überschreiten, statt ihn zu schätzen.
SparissimoFood ist ein Hybridmodell und verrechnet daher eine Provision. Starter kostet CHF 49 pro Monat plus 8 % pro Bestellung, Business CHF 79 pro Monat plus 5 % und Professional CHF 148 pro Monat plus 5 %. Die Provision liegt unter einem Marktplatz-Satz, und die Monatsgebühr liegt unter vielen Fixgebühr-Tarifen. Der Preis dafür ist der aus den Tabellen oben: Bei hohem Direktvolumen kann eine Fixgebühr bei den Gebühren allein weniger kosten, deshalb lohnt sich die Formel mit Ihren eigenen Zahlen.
Natelnummern und E-Mail-Adressen aus Direktbestellungen gehören Ihrem Restaurant. Die Details zu allen drei Tarifen und zur 14-tägigen Gratis-Testphase ohne Kreditkarte finden Sie auf der Tarifseite von SparissimoFood.
Häufig gestellte Fragen
Ist eine Fixgebühr bei der Online-Bestellung günstiger als Provision?
Ab einem bestimmten Volumen ja. Der Break-even-Umsatz pro Monat entspricht der Fixgebühr minus der Tarifgebühr, geteilt durch den Provisionssatz. Bei einer beispielhaften Fixgebühr von CHF 150 gegenüber einem Tarif von CHF 79 mit 5 % ist die Fixgebühr ab rund CHF 1’420 Monatsumsatz günstiger, also ab 32 Bestellungen zu CHF 45. Darunter kostet der Provisionstarif weniger.
Was kostet die Online-Bestellung mit Provision ein Schweizer Restaurant?
Das hängt vom Modell ab. Just Eat verlangt rund 10–15 % mit eigenen Fahrern und 25–30 % mit eigenen Kurieren. Ein Hybridtarif wie bei SparissimoFood kostet CHF 49 bis CHF 148 pro Monat plus 5–8 % pro Bestellung. Bei CHF 5’000 Monatsumsatz sind das CHF 650 bei einem Marktplatz-Satz von 13 % gegenüber CHF 329 im Business-Tarif.
Ist Online-Bestellung mit 0 % Provision wirklich frei von weiteren Gebühren?
Nein. Die Zahlungsabwicklung fällt bei jedem Modell an, und manche Plattformen erheben eine kleine Gebühr, die der Gast an der Kasse bezahlt. Prüfen Sie ausserdem Währung, TWINT-Unterstützung und mögliche Einrichtungskosten. Vergleichen Sie die gesamten Monatskosten, nicht nur den Provisionssatz.
Sollte ich Marktplatz und eigene Bestellseite gleichzeitig nutzen?
In der Regel ja. Der Marktplatz findet neue Gäste, und Ihre eigene Seite verdient mehr an Stammgästen. Ein Restaurant, das 20 % von 400 Monatsbestellungen von einem Marktplatz mit 13 % auf einen Tarif von CHF 79 mit 5 % verlagert, spart rund CHF 2’500 Gebühren pro Jahr. Behalten Sie beide Listungen und rechnen Sie den Break-even jedes Quartal neu.
Provision vs Fixgebühr bei der Online-Bestellung: Was wählt ein neues Restaurant?
Beginnen Sie mit dem Modell, das bei Ihrem erwarteten Volumen am wenigsten kostet. Ein neues Restaurant mit unter 30 Direktbestellungen pro Monat zahlt bei einem Provisionstarif meist weniger. Wechseln Sie erst zu einer Fixgebühr, wenn die Break-even-Formel eine Ersparnis zeigt, und prüfen Sie, ob Sie Ihre Gästedaten bei einem Wechsel exportieren können.
Eine Fixgebühr belohnt das Restaurant, das seine Gäste schon hat, und die Provision das, das sie noch findet.